Das Museum of Emptiness erstrahlt zu seinem 10-jährigen Jubiläum feierlich still in goldenem Licht. Dessen ungreifbare Schwingung schliesst einen zeitlichen Kreis mit dem ursprünglichen Werk der MoE-Gründerin Gilgi Guggenheim, einem Deckenrahmen der einen immateriellen Lichtvorhang fallen lässt, und der nun reflektierend vom aus Blattgold gezeichneten Bodenrahmen der Künstlerin Gabriella Disler aufgefangen wird. Oben und Unten verbinden sich feinstofflich, als wären Polarlichter aus Norden und Süden zu einem warmschimmernden quaderförmigen Lichtkörper aus Morgen- und Abendröte verschmolzen. Durch diese atmosphärische Begegnung von Aurora und Aurum bewahren die Künstlerinnen in ihrem Gemeinschaftswerk «AUROSPHERE» die räumliche Öffnung in alle vier Himmelsrichtungen, die für die Offenheit des MoE in der Zusammenarbeit mit diversen Kulturschaffenden und Privatpersonen steht. Der durchlässige Innenraum umhüllt nun die Besuchenden der Museumsnacht in goldene Leere.