Papier ist kein neutrales Trägermedium mehr, sondern lebendige Materie: Es wird gefaltet, verschmutzt, eingeritzt und geschichtet. Die Tinte fliesst wie eine instabile Erinnerung und hinterlässt Spuren. Die Zweidimensionalität wird aufgebrochen: Die Oberfläche wird dreidimensional, topografisch, mit dem Blick begehbar.
Die von Hand aufgetragenen Farben führen eine emotionale und körperliche Dimension ein. Sie dekorieren nicht, sondern werden zu Spannungsfelder.
Meine Arbeit erzählt die Museumsnacht nicht als Feier, sondern als Sediment. Mich interessiert, was nach dem Fluss kommt. Jedes Werk ist eine Schichtung von Zeit, ein instabiles Archiv, ein Versuch, einer Erinnerung sichtbare Form zu geben, die niemals fix ist, sondern sich ständig bewegt.