Architektur Forum Ostschweiz

Routenplaner

Ende der Poesie

Herbert Weber seziert die Fotografie: Was kann Fotografie? Was macht sie mit dem Bild? Was passiert mit der Wirklichkeit? Der Künstler setzt die Bildfläche einer Bühne gleich und konstruiert darin Konstellationen von Dingen. Oft tritt er selbst in seinen Bildräumen auf. Auch in seinen aktuellsten Arbeiten ist er anwesend: Sie alle sind auf Herbert Webers Augenhöhe über dem Meeresspiegel bezogen. Der Künstler erforscht den Übergang von Land zu Meer und das Verschwinden der Grenzen. In der Ausstellung projiziert er Aussichten auf verschiedene Meere rund um Europa. Die Wände des Ausstellungsraumes werden zu Fenstern und gewähren den «freien Blick aufs Mittelmeer», der in den 1980er Jahren in Zürich ein geflügeltes Wort wurde und 1998 sogar Thema einer Ausstellung im Kunstmuseum Zürich war. Aber die Sehnsucht nach der See hat ihre düsteren Seiten. Herbert Webers Projektionen simulieren auch das Drama der grossen Überschwemmung. Hier hilft die Poesie nicht weiter. Die Horizontlinien verändern sich, die Realität übersteigt den Meeresspiegel, das Überleben ist wichtiger als die Schönheit. Doch das Architektur Forum Ostschweiz wird zur Arche in der Flut. Hier behalten Sie trockene Füsse.  
  • Rumänische Lieder und Improvisationen

    mit Irina Ungureanu (Stimme / Geige)

  • Barbetrieb