Alles balla?
Die Schätze der Stiftsbibliothek erzählen mitunter wunderliche Geschichten. Auf dem St.Galler Globus fliesst der Ganges ins Chinesische Meer, in einem mittelalterlichen Schulbuch verwandeln sich zwei Schwestern in Bernstein weinende Pappeln. Alles ballaballa? Nein, Beschreibungen der Welt aus fernen Zeiten. Die Stiftsbibliothek lässt sie in ihren Familienführungen aufleuchten und bringt Bücher zum Erzählen.
In der aktuellen Ausstellung «Töne für die Seele» erklärt der Stiftsbibliothekar Cornel Dora, wie die St.Galler Mönche vor etwas mehr als 1000 Jahren die verrückte Idee umsetzten, Musik mit Schrift zu notieren, und warum die Musikhandschriften der Stiftsbibliothek so wichtig sind.
Tatsächlich von ihrem ursprünglichen Standort an der Fassade der Kathedrale ver-rückt wurden einige tonnenschwere Skulpturen. Sie können bei einer Barockführung von nahem betrachtet werden. Gegen Ende des Abends heisst es wie immer: Legen Sie sich in die Stiftsbibliothek und geniessen Sie den Raum in Stille.
